Sie lebt ihr Organisationstalent aus

 

(von links) Rechtsanwalt Dr. Werner Mielke, die Gewinnerin des dritten Platzes, Nicole Kirch,

Rechtsanwalt Dr. Reinhard Hermes sowie Rechtsanwältin Dr. Anja Breitfeld aus der
Rechtsanwaltskanzlei Hermes & Giebeler in Frankfurt am Main.

 

Beim Wettbewerb „Deutschlands beste Kanzleimanagerin 2019“ hat Nicole Kirch zu den herausragenden Teilnehmern gehört. Die Angestellte der Rechtsanwaltskanzlei Hermes & Giebeler in Frankfurt erreichte mit ihren hervorragenden Ausführungen den dritten Platz. Im Interview spricht die 55-Jährige über ihre Teilnahme am Wettbewerb, ihr Aufgabengebiet und den Kanzleimanager-Lehrgang 

1. Wie geht es Deutschlands bester Kanzleimanagerin?

Sehr gut! Es ist ein gutes Gefühl, gewonnen zu haben, wenn es auch „nur“ der dritte Platz ist. Ich empfinde eine Mischung aus Stolz auf die dargebrachte sowie Anerkennung für die tagtägliche Leistung.

2. Welches Gefühl hatten Sie nach dem Absenden der Teilnahmeunterlagen? 

Ich war aufgeregt und gespannt auf das Ergebnis. Beim Beantworten der Fragen habe ich mich sehr bemüht und immer wieder mich und mein Verhalten reflektiert. Es hat viel Spaß gemacht, sich so intensiv damit zu beschäftigten. Daher hatte ich eigentlich nach dem Absenden der Unterlagen ein gutes Gefühl.

3. Haben Sie mit solch einem guten Ergebnis gerechnet?

Wenn ich mir keine guten Chancen ausgerechnet hätte, hätte ich nicht am Wettbewerb teilgenommen, zumal ich die Prüfung zur Kanzleimanagerin mit dem Ergebnis „1 mit Auszeichnung“ bestanden hatte. Das Ergebnis hat mich daher nicht so sehr überrascht, aber gefreut habe ich mich trotzdem.

4. Was empfanden Sie als besonders schwierig?

Ich habe mich eingehend mit den Aufgaben beschäftigt und auseinandergesetzt und sorgfältig und umfangreich geantwortet. Da der Lehrgang zur Kanzleimanagerin erst ein halbes Jahr zurückliegt und ich im Büro immer wieder im Lehrgangs-Ordner nachsehe, fiel mir die Beantwortung eher leicht. Als schwieriger empfand ich die Frage, wie ich meine Vorgesetzen noch effektiver unterstützen könnte. Hier habe ich in der Vergangenheit schon viel Engagement gezeigt und bin immer bemüht, die Arbeit zu erkennen, bevor der Chef sie sieht. Daher fiel es mir eher schwer, hierzu weitere Angaben zu machen. Wir sind auch nur eine kleine Kanzlei und ein gut eingespieltes Team.

5. Was fiel Ihnen dafür eher leicht?

Die Fallbeispiele, die sich mit wertschätzender Mandantenbetreuung und dem Erläutern komplizierter Sachverhalte befasst haben, fand ich sehr interessant. Über diese Themen mache ich mir auch selbst viele Gedanken. Daher hätte ich mich gefreut, wenn mehr solcher Fallbeispiele behandelt worden wären.

6. Wie haben Ihre Vorgesetzten reagiert?

Meine Vorgesetzten haben sich sehr für mich gefreut. Ich glaube, sie waren auch ein bisschen stolz auf mich. Sie fanden es gut, dass ich mich dem Wettbewerb gestellt und damit auch eine weitere positive Außenwirkung unserer Kanzlei ermöglicht habe. 


7. Worin liegen die Schwerpunkte Ihrer Tätigkeit in der Kanzlei?

Ich arbeite als Kanzleimanagerin in einer kleineren national und international tätigen Wirtschaftskanzlei mit Schwerpunkten auf M&A-Beratung, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Arbeitsrecht und Corporate Governance. Meine hauptsächliche Tätigkeit umfasst die komplette administrative Organisation sowie das Kanzleimanagement. Man könnte auch sagen, ich mache alles was nötig ist, um die Kanzlei am Laufen zu halten.
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Nicole Kirch


8. Was macht Ihnen an Ihrer Tätigkeit als Kanzleimanagerin am meisten Spaß?

Als Kanzleimanagerin kann ich meinen Arbeitsbereich oft selbst bestimmen und immer wieder um interessante Aufgaben erweitern. Da meine Vorgesetzten mir weitestgehend „freie Hand“ lassen, kann ich ungebremst mein Organisationstalent ausleben. Um richtig gute Arbeit zu leisten, habe ich schon immer einen größeren Freiraum benötigt. Ich liebe meinen Beruf und arbeite sehr gerne in einer Kanzlei. Da ich bereits zum zweiten Mal eine Kanzlei von Anfang an mit aufgebaut habe, konnte ich auch immer über die Arbeitsabläufe und -anforderungen mitentscheiden. Allgemein sollte eine Kanzleimanagerin nicht nur eine Verbindung zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern einnehmen, sondern dabei auch immer die Interessen der Kanzlei und die Wirtschaftlichkeit dieser im Auge behalten. Obwohl ich mich immer auch als Repräsentantin der Kanzlei nach außen und innen verstanden habe, habe ich mich jedoch immer als Kollegin und weniger als Vorgesetzte der Mitarbeiter gesehen, also mehr wie eine „prima inter pares“. Beim Delegieren habe ich immer beachtet, dass ich Aufgaben unter Berücksichtigung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Mitarbeiter weitergeleitet habe, dabei aber immer beratend zur Seite stand. Leider muss eine Kanzleimanagerin oft ihre Vorgesetzten überzeugen, ihr mehr Verantwortung zu übertragen. Hier benötigt sie eine zielstrebige Herangehensweise und Durchhaltevermögen.


9. Bleibt Ihnen bei dieser verantwortungsvollen Tätigkeit überhaupt noch Zeit für Hobbys?

Ja, denn auch wenn die Arbeit noch so viel Spaß macht, braucht man einen Ausgleich, um zu verschnaufen, zu sich zu kommen und bewusst Zeit mit dem Partner, der Familie oder mit Freunden zu verbringen. Im Laufe meines (Berufs-)Lebens habe ich erkannt, dass eine ausgewogene Balance zwischen Arbeit und Freizeit die Grundlage für ein gesundes und glückliches Leben sein kann. Nach dem Urlaub oder dem Wochenende egal ob ganz in Ruhe und Entspannung, oder mit Wanderungen und der Teilnahme an Veranstaltungen, auf jeden Fall mit Freude und ohne Stress, fühle ich mich erholt und freue mich auf die Arbeit. Manchmal sogar nach nur einem Konzertbesuch. Ich bin zum zweiten Mal verheiratet und fühle mich in dieser Beziehung sehr wohl und bin sehr glücklich. Mein Mann, der auch gerne arbeitet, bestärkt mich jederzeit – gerade auch mit dem Kanzleimanagerlehrgang oder dem Wettbewerb – und wir genießen gemeinsam unsere freie Zeit. So können wir jeder für sich erfolgreich im Beruf sein und in der Freizeit gemeinsam das Leben genießen.

10. Werden Sie nächstes Jahr wieder teilnehmen?

Sehr wahrscheinlich. Ich strebe an, einmal den ersten Platz des Wettbewerbs zu belegen.

11. Würden Sie die Weiterbildung zur SKT-zertifizierten Kanzleimanagerin auch anderen Kolleginnen und Kollegen empfehlen?

Ja, auf jeden Fall. Selbst wenn diese nicht beabsichtigt eine Kanzlei zu leiten, verschafft der Lehrgang doch einen Überblick, wie man seine Arbeit und vor allem seine Arbeitszeit besser planen kann. Ein Telefon- und Kommunikationstraining sollte jede Assistentin einmal absolvieren, manch einem am anderen Ende der Leitung würde ich dies manchmal gerne nahelegen. Sehr gut fand ich neben dem Kanzleimanagement auch das Zeit- und Zielmanagement sowie das Konflikt-, Beschwerde- und Stressmanagement. Gerade in meinem Beruf wäre auch für andere gerade das Zeit- und Stressmanagement mit der Burnout-Prävention ratsam. Außerdem bin ich der Meinung, man lernt immer noch was dazu und nie aus!

12. Wohin soll es mit dem gewonnenen Reisegutschein gehen?

Da wir gerne auch mal kleinere Kurztrips zum „Akku-Aufladen“ unternehmen, werde ich den Reisegutschein mit meinem Mann für eine kleine Auszeit verwenden.

 


Zu den Interviews: 

1. Platz: Catherine Carina Gulcz
2. Platz: Anita Rohde 

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